« zurück

DSGVO 2018 und E-Mail Übertragung (E-Mail 4.0)

Die E-Mail hat sich einen festen Platz im Arbeitsalltag erobert und ist aus der Business-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Es gab allerdings durchaus ein Leben vor der E-Mail. Nachrichten wurden als Brief, Telegramm oder Fax übertragen. Inzwischen werden tagtäglich weltweit über 100 Milliarden EMails versandt. Die hohe Versandgeschwindigkeit, einfache Bedienung und nahtlose Integration in Office-Pakete sprechen für die E-Mail. Gleichzeitig wachsen jedoch die Anforderungen und Bedürfnisse bezüglich des Datenschutzes, der Vertraulichkeit und Nachweisbarkeit der digitalen Kommunikation, insbesondere mit der DSGVO, welche am 25. Mai 2018 endgültig in Kraft tritt. Hier stößt die herkömmliche E-Mail an ihre Grenzen!

Den meisten E-Mail-Nutzern ist nicht bewusst, welches Risiko man beim Versand einer Standard E-Mail eigentlich eingeht. Vertrauliche Informationen, persönliche Daten, Geschäftsberichte etc. werden unverschlüsselt versandt. Doch gerade diese E-Mails haben die Vertraulichkeitsstufe einer Postkarte. Selbst für Laien ist es heute kein Hindernis mehr, E-Mails mitzulesen, und/oder zu verändern. Nicht umsonst haben das BKA und die LKA bundesweit Abteilungen zur Bekämpfung von Cybercrime und diese Abteilungen wachsen stätig. Besonders kritisch ist der Umstand, dass E-Mails jederzeit – ohne Spuren zu hinterlassen – von Versendern und Empfängern selbst abgeändert werden können. Das gilt z.B. für Inhalte, Verteiler, Datumsangaben und Anhänge. Wer weiß am Ende nachweisbar, wer wann was zu wem versandt hat?

Bei der Zustellung von Standard E-Mails misstrauen immer mehr Versender der Technik. Wie oft wird zum Telefon gegriffen, um den Eingang der Nachricht seitens des Empfängers bestätigen zu lassen. Dies ist zum Teil auch richtig so, denn auch wenn keine Fehlermeldung beim Versender einging, es könnte durchaus möglich sein, dass die E-Mail doch nicht zugestellt worden ist. Einige E-Mail Server bleiben einfach stumm. Und wie sieht es mit Lesebestätigungen aus? Diese sagen zum einen nichts über den originalen Inhalt der zum Lesen geöffneten Nachricht aus. Zum anderen versenden viele Nutzer keine Lesebestätigungen mehr. So gibt es auch hier keinerlei Garantie, wer wann was geöffnet und gelesen hat. Selbst eine gedruckte Kopie einer versandten E-Mail bringt keinen verbindlichen Nachweis über den Originalnachrichteninhalt. Es ist sehr einfach, den Inhalt und Zeitstempel einer E-Mail zu ändern und diese dann zu drucken, ohne einen Unterschied zu sehen. Zudem kann der Empfänger behaupten, die E-Mail nicht empfangen zu haben.

Download